Regionalverband Herne-Gelsenkirchen e.V.

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4.3.2010 - "Familien-Pflegezeit" ist oberflächliche Politur - ASB hält Vorschlag von Ministerin Schröder für unzureichend

Mit dem jetzt vorgelegten Konzept einer "Pflegezeit" hat Bundes-Familienministerin Kristina Schröder aus Sicht des ASB Regionalverbandes Herne-Gelsenkirchen e.V. die tatsächlichen Bedürfnisse von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen völlig verfehlt. "Der Vorschlag kratzt nur an der Oberfläche", stellt ASB-Geschäftsführer Albert Okoniewski klar, "und bleibt tatsächliche Antworten auf die drängenden Fragen schuldig."

Die Ministerin will, dass pflegende Angehörige bis zu zwei Jahre lang in Teilzeit arbeiten dürfen, dabei aber mehr als fünfzig Prozent ihres Gehalts bekommen. Die verlorene Arbeitszeit sollen sie dann später nachholen.

"Es ist erfreulich, dass sich die Regierung endlich wieder der Pflegebranche zuwendet", räumt Okoniewski ein. Das vorgelegte Konzept ziele aber darauf ab, einer ambulanten Versorgung den eindeutigen Vorrang zu geben. Dies sei vielleicht in der Theorie wünschenswert, gehe aber an der Realität völlig vorbei, erklärt Okoniewski: "Wer noch immer auf die familiäre Pflege setzt, hat den demografischen Wandel, gerade in den Ruhrgebietsstädten, nicht verstanden!" Ministerin Schröder solle vielmehr die Frage beantworten, wie die familiäre Pflege in so überalterten Städten wie beispielsweise Herne oder Gelsenkirchen in Zukunft organisiert werden soll.


Da die familiären Strukturen meist gar nicht mehr vorhanden sind, werden immer mehr Pflegebedürftige zuhause von professionellen Kräften gepflegt. Schon heute ist deshalb erkennbar, dass gerade die Versorgung der leicht Pflegebedürftigen in den Pflegestufen 0 und 1 wegen fehlender familiärer oder familienähnlicher Strukturen kostenintensiver werden kann, als eine stationäre pflegerische Versorgung.

"Ministerin Schröders Vorschlag schiebt die Verantwortung für die Organisation einer menschenwürdigen Versorgung am Ende des Lebens einmal mehr den Familien zu, statt sich endlich um eine zukunftssichere Finanzierung der Pflege und eine Aufwertung des Pflegeberufs zu kümmern", kritisiert ASB Geschäftsführer Okoniewski und gibt zu bedenken, dass die zunehmende Zahl demenziell veränderter und hochaltriger Menschen in der Region eher kluge professionelle Versorgungskonzepte erfordere, als ein halbherziges Aufpolieren ohnehin bereits bestehender Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Es empfiehlt sich ein Blick auf die ja bereits vorliegenden und solide berechneten Szenarien für das Jahr 2010 und die fernere Zukunft.

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LEIDKULTUR - ASB präsentiert Kabarett oriental mit Kerim Pamuk

Die Gesellschaft für Integration (gfi) und der ASB laden zur ersten Interkulturellen Kabarettnacht ins Stadtteilzentrum Pluto ein.

Der in Hamburg lebende Comedian Kerim Pamuk tritt am 23. September im Rahmen der 20. Interkulturellen Woche in Herne mit seinem Programm "Leidkultur" im Stadtteilzentrum in Bickern auf.

Wenn Liebe so einfach wäre - einfach wie ein schöner Kinoabend

Fast schon so regelmäßig wie die Cranger Kirmes lockt auch ein weiteres sommerliches Event jedes Jahr wieder die Zuschauer: der OpenAir-Kinoabend des Arbeiter-Samariter-Bundes im Schlosshof Strünkede in Herne.

Mit der romantischen Komödie "Wenn Liebe so einfach wäre" bildete er auch diesmal wieder den krönenden Höhepunkt der ganzjährigen Kinocafé-Reihe für ältere Filmfreunde.