Regionalverband Herne-Gelsenkirchen e.V.

Stationäre Einrichtungen

Der ASB Regionalverband Herne-Gelsenkirchen und die angegliederten Gesellschaften betreiben sieben Einrichtungen der stationären Altenpflege. In den modernen Häusern werden insgesamt mehr als 500 Bewohner nach neuesten pflegerischen Standards versorgt und von Sozialarbeiterinnen betreut.

Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist auch die gut durchdachte Struktur unserer Pflegeheime, die mit kleinen Wohnbereichen, persönlichen Einzelzimmern und therapeutisch nutzbaren Wohlfühlbädern optimale Betreuung und häusliche Umgebung kombinieren. Die Häuser sind jeweils inmitten von Wohnsiedlungen und in der Nähe von kleineren Stadtzentren gebaut worden, um die Bewohner nicht zu isolieren, sondern in das Alltagsleben des Stadtteils zu integrieren. In jedem Foyer sorgen ein Friseur und eine öffentlich zugängliche Cafeteria dafür, dass das Pflegezentrum zu jeder Zeit mit Leben gefüllt ist und die Senioren den Bezug zur Außenwelt behalten.

Ähnliche Ziele verfolgt der ASB Regionalverband Herne-Gelsenkirchen auch bei der Pflegekonzeption. Hier wird großer Wert darauf gelegt, die Eigenständigkeit der Bewohner möglichst lange zu erhalten und sie sich auch nach Krankheiten oder Aufenthalten im Krankenhaus immer wieder zu mobilisieren.

In einer weiteren stationären Einrichtung werden 24 suchtkranke und psychisch erkrankte Menschen therapiert. Neben intensiver psychosozialer Betreuung erlernen die Bewohner handwerkliche Fähigkeiten, um sich auf den schwierigen Weg zurück in ein eigenständiges Leben und den Schritt in die Arbeitswelt vorzubereiten.

In Herne Mitte ist zudem das Wohn- und Betreuungszentrum "Lebensräume" entstanden, das in einer modernen Wohngruppenstruktur 27 Menschen mit demenziellen Erkrankungen Platz bietet, die noch keine erhöhte körperliche Pflegebedürftigkeit aufweisen

 

 


Wohnbereich für junge Pflegebedürftige

Mit einem eigenen Wohnbereich im modernen ASB Begegnungs- und Pflegezentrum Herne-Mitte widmet sich der Arbeiter-Samariter-Bund einer Gruppe von Bewohnern, die in der stationären Pflege lange nicht oder nur unzureichend versorgt wurden: jungen Menschen, die aufgrund eines Unfalls oder einer neurologischen Erkrankung pflegebedürftig geworden sind. Diese Betroffenen können heute kaum noch langfristig in Krankenhäusern versorgt werden und eine Pflege zuhause ist ebenfalls nur selten möglich. Dennoch haben sie andere Wünsche und Bedürfnisse als die Bewohner einer klassischen stationären Altenpflegeinrichtung.

Mit dem eigenes gestalteten und beispielsweise mit modernen Internetanschlüssen ausgestatteten Wohnbereich hat der ASB nun eine Umgebung geschaffen, in der junge Pflegebedürftige optimal versorgt und gleichzeitig angemessen betreut werden können. Dazu gehört auch ein besonders strukturiertes Freizeitprogramm mit Ausflügen zu Sportveranstaltungen, Kinobesuchen oder Grillabenden. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege wurden besonders ausgewählt und geschult, um den Bedürfnissen der jüngeren Pflegebedürftigen und den Anforderungen der anspruchsvollen Therapieansätze gerecht zu werden.

Ein wichtiger Teil der Arbeit im Sonderpflegebereich für junge Pflegebedürftige ist auch die Kommunikation mit den Angehörigen. Sie sind oft schon jahrelang in der Betreuung ihrer Verwandten geübt und können auf eigenen Wunsch ein entscheidender Baustein in der Rundum-Versorgung sein. Gleichzeitig benötigen und erhalten auch die Angehörigen selbst Begleitung und Anleitung sowie einen guten Kontakt zu Ärzten, Pflegekräften und der Einrichtungsleitung.

Die Bewohner des spezialisierten Wohnbereiches für junge Pflegebedürftige kommen nicht nur aus Herne, sondern aus der gesamten Rhein-Ruhr- Region. Sie werden teils direkt aus Spezialkliniken oder Rehaeinrichtungen in das ASB-Haus verlegt, so dass eine unmittelbare professionelle Anschlusspflege gewährleistet werden kann.


Pflege von dauer-beatmungspflichtigen Bewohnern

Die Ursachen für ein Wachkoma oder eine dauerhafte Beatmungspflicht bei jüngeren und älteren Menschen sind vielfältig und die Herausforderungen, die die Betreuung und Versorgung dieser Betroffenen an eine Pflegeeinrichtung stellen sind groß. Während beatmungspflichtige Patienten früher lange Zeit in Krankenhäusern versorgt werden konnten, werden sie heute schnellstmöglich in die häusliche Umgebung oder eine spezialisierte Pflegeeinrichtung entlassen. Da gerade die technische Betreuung zuhause oft ein Problem ist und die notwendige Pflege rund um die Uhr selten gewährleistet werden kann, wird der spezialisierte Wohnbereich des Arbeiter-Samariter-Bundes intensiv nachgefragt.

Im ASB Begegnungs- und Pflegezentrum Holsterhausen wurde deshalb ein eigener Wohnbereich für beatmungspflichtige Bewohner geplant und realisiert, der modernste Beatmungstechnik mit einer möglichst angenehmen Wohnumgebung kombiniert. Neben den baulichen Voraussetzungen legte der Verband aber auch viel Wert auf die Schulung von Mitarbeitern und Leitungskräften in diesem sensiblen Pflegebereich.

Durch das Zusammenwirken von professioneller Pflege und intensiven Therapieangeboten konnten schon mehrfach Bewohner wieder von der Beatmung entwöhnt und in ein weitgehend normales Leben in der eigenen Wohnung entlassen werden. Die Information und Begleitung der Angehörigen gehört also ebenfalls zu den wichtigen Aufgaben der spezialisierten Einrichtung.

Zu den Anforderungen gehört neben pflegerischen Verrichtungen aber auch der intensive Kontakt zu den Fachfirmen für die Beatmungstechnik und den beteiligten Medizinern. Der Pflegebereich des ASB für beatmungspflichtige Bewohner arbeitet eng mit den umliegenden Fachärzten und Spezialkliniken zusammen.


Pflege von Menschen mit Demenz

Rund eine Million Menschen sind derzeit an einer Form der Demenz erkrankt. Dass diese Betroffenen eine besondere Versorgung benötigen hat der ASB Regionalverband Herne-Gelsenkirchen e.V. schon früh erkannt. In mehreren stationären Altenpflegeeinrichtungen wurden in den vergangenen Jahren spezialisierte Wohnbereiche geschaffen, in denen auf eine möglichst häusliche Umgebung und eine einfühlsame Betreuung der demenziell erkrankten Bewohner besonderen Wert gelegt wurde. Alte Möbelstücke gehören genauso dazu wie ein besonders abgestimmtes Betreuungsprogramm, die enge Zusammenarbeit mit Neurologen und ein besonderer Kontakt zu den Angehörigen unserer Bewohner.

Sie spielen selbstverständlich eine wichtige Rolle im Tagesablauf, denn ihre Erfahrungen mit Eltern oder Verwandten sind für uns der Rote Faden zur Persönlichkeit der uns anvertrauten Menschen. Viel Kontakt zwischen Bewohnern und ihren Angehörigen ist für uns wünschenswert, unsere Häuser stehen dafür immer offen.

Wegweisendes Modell: Wohngruppenversorgung für Menschen mit Demenz im ASB Wohn- und Betreuungszentrum Lebensräume Mit dem Wohn- und Betreuungszentrum "Lebensräume" im Herzen von Herne hat der Verband dann im Jahr 2007 eine Besondere Einrichtung zur Betreuung von demenzkranken Menschen eröffnet. Das Gebäude beherbergt drei Hausgemeinschaften von jeweils neun Bewohnern und wurde von Anfang an auf die Bedürfnisse von demenziell erkrankten Menschen abgestimmt. So gibt es große Fensterflächen, Rundwege innerhalb des Gebäudes und besondere Erinnerungshilfen an den Zimmertüren.

Begleitung von Menschen mit Demenz heißt aber auch, schon während der familiären Pflege in den eigenen vier Wänden als Partner beratend zur Seite zu stehen. Der ASB Regionalverband Herne-Gelsenkirchen e.V. betreibt dazu eigene Infobüros, veranstaltet Gesprächs- und Informationsabende mit Betroffenen und schult pflegende Angehörige in speziellen Kursen zu neurologischen und pflegerischen Fragen. Dabei arbeitet der Verband eng mit spezialisierten Medizinern zusammen.

Das Fachwissen und die Erfahrungen aus den spezialisierten Betreuungsund Pflegeangeboten für Menschen mit Demenz tragen wir gerne weiter: zu Betroffenen, interessierten Gruppen oder der Fachöffentlichkeit. Unsere Experten stehen gerne für Vorträge und Fachdiskussionen zur Verfügung.

 

Ihr Ansprechpartner :

Tobias Ahrens
0 23 23 - 147 59 0
E-Mail an Tobias Ahrens senden

 

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"Familien-Pflegezeit" ist oberflächliche Politur - ASB hält Vorschlag von Ministerin Schröder für unzureichend

Mit dem jetzt vorgelegten Konzept einer "Pflegezeit" hat Bundes-Familienministerin Kristina Schröder aus Sicht des ASB Regionalverbandes Herne-Gelsenkirchen e.V. die tatsächlichen Bedürfnisse von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen völlig verfehlt.

Lesen Sie hier die aktuelle Stellungnahme von ASB-Geschäftsführer Albert Okoniewski:

Ruhrgebietskultur für ganz Europa - ASB fördert die Kulturhauptstadt Ruhr 2010

Das Ruhrgebiet ist in diesem Jahr Mittelpunkt der Europäischen Kultur und stellt sich mit unterschiedlichsten Projekten den Gästen aus aller Welt, aber auch den eigenen Bürgern dar.

Der ASB Regionalverband Herne-Gelsenkirchen e.V. engagiert sich seit Jahren in der Förderung lokaler Kultur und ist nun auch Förderer der Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Der Verband präsentiert dabei zwei Ereignisse für Jung & Alt im Rahmen des zentralen Projektes "Kulturkanal", das rund um einen der zentralen Wasserwege des Ruhrgebiets zelebriert wird.

 

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