Bildergalerie SüdafrikaIm Dezember 2007 hat der Herner Bildjournalist Stefan Kuhn in unserem Auftrag beide Projekte besucht, um die Arbeit vor Ort zu dokumentieren. Entstanden sind unzählige faszinierende Aufnahmen in den beiden Townships und wundervolle Naturfotos auf der langen Reise zwischen diesen beiden Stationen. Sehen Sie hier die schönsten Bilder in unserer Galerie.
Feierliche Eröffnung – in Anwesenheit von südafrikanischen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft weihte ASB-Geschäftsführer Albert Okoniewski das neue Daycare-Center offiziell ein
Mit dem Relebohile Daycare-Center im südafrikanischen Township Tumahole unterstützt der ASB Regionalverband Herne-Gelsenkirchen e.V. bereits seit vielen Jahren ein großes Auslandshilfeprojekt. Seit Juli 2007 ist die Betreuungseinrichtung für AIDS-Waisenkinder in der Armensiedlung neben der Stadt Parys, 150 Kilometer Südwestlich der Großstadt Johannesburg, in einem soliden Backsteingebäude untergebracht, das schon auf den ersten Blick ein Ort der Geborgenheit inmitten des Townships ist. Hier werden täglich rund 150 Waisenkinder aus der Siedlung betreut und versorgt, die ihre Eltern durch die Immunschwächekrankheit verloren haben und nun weitgehend auf sich allein gestellt sind. Während das Daycare-Center für die kleineren Kinder als Tagesstätte dient, bekommen die älteren Mädchen und Jungen vor und nach der Schule regelmäßige Mahlzeiten, Hausaufgabenhilfe, psychologische und medizinische Betreuung. Die ständigen Mitarbeiterinnen des Zentrums, sämtlich schwarze Frauen aus dem Township, sind für die Waisenkinder aber vor allem Familienersatz, Kummerkasten und Spielkameraden. Immer wieder waren in der Vergangenheit auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes aus Herne und Gelsenkirchen in Tumahole, um das Projekt kennen zu lernen und ihre eigenen Fähigkeiten, sei es bei der Kinderbetreuung oder der Ernährung, einzubringen.
Kleidung, Hausaufgabenhilfe und persönliche Betreuung – bis zu 150 Mädchen und Jungen aus dem Township werden jeden Tag im Zentrum versorgt
Großes Glück für die Betreuung der Mädchen und Jungen war nun die Verpflichtung einer neuen Leitung für das Zentrum. Der aus weißen und schwarzen Bürgern aus Tumahole und Parys zusammengesetzte Trägerverein konnte eine Grundschullehrerin für diese Funktion gewinnen, die ihre Erfahrung in der frühkindlichen Erziehung und Bildung seitdem intensiv einbringt. Neben der fundierten Hausaufgabenhilfe, viel freier Zeit zum Spielen und den wichtigen Ruhephasen vor allem für die kleineren Kinder finden in der Einrichtung nun auch zahlreiche weitere Freizeitaktivitäten statt. Daneben steht für die Jugendlichen aber auch Mithilfe bei der Reinigung oder bei der Vorbereitung der gemeinsamen Mahlzeiten auf dem Programm.
Während das Daycare-Center durch von den Kindern selbst bemalte Wände oder einen zusätzlichen Ruheraum für den Mittagsschlaf immer freundlicher gestaltet wurde, entstanden im Außenbereich vielerlei Spiel- und Klettergeräte. Zuletzt wurde im umzäunten Hof des Centers auch eine Tischtennisplatte aufgebaut, die die Kinder seitdem täglich nutzen.
Im Daycare-Center Relebohile haben sich zudem eine eigenen Musikgruppe und ein Chor gegründet, in denen Mädchen und Jungen aller Altersstufen traditionelle Lieder einstudieren und den Umgang mit althergebrachten afrikanischen Instrumenten lernen. Dabei werden sie von Jugendlichen einer nahen Kirchengemeinde unterstützt, mit der das Projekt eng zusammenarbeitet. Ihre Auftritte absolviert die Gruppe in eigens angeschafften traditionellen Kostümen.
Die gute Arbeit des Centers in der Kinderbetreuung hat sich inzwischen in ganz Tumahole herumgesprochen. Auf vielfachen Wunsch aus der Siedlung wurde inzwischen eine Kindergartengruppe eingerichtet, in der derzeit ein Dutzend Kinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut wird - natürlich gegen eine geringe Gebühr, die dann der Versorgung der Waisenkinder zu Gute kommt. Auch der Trägerverein ist nunmehr größer und bekannter geworden. Er zählt rund 50 Mitglieder, die auch für eine feste Verankerung des Projektes in der Gesellschaft sorgen. Entsprechend groß war auch die Beteiligung an Neuwahlen für die Vorstandsämter.
Der Vorstand und die Leitung des Daycare-Centers haben zudem den Kontakt zu den Angehörigen der Kinder intensiviert. Viele der Waisen leben bei älteren Geschwistern oder entfernten Verwandten, die nun regelmäßig zu Versammlungen in das Betreuungszentrum kommen. So lernen die Familien die Einrichtung noch besser kennen und die Mitarbeiterinnen erfahren mehr zum Hintergrund ihrer Schützlinge. Neben diesen Veranstaltungen und Informationsabenden gibt es auch zahlreiche Bildungsangebote, die sich an die Kinder und Jugendlichen aus dem Daycare-Center direkt wenden. Vertreter der Polizei bringen den Mädchen und Jungen bei, wie sie sich vor Verbrechen schützen können; Anwälte, Mediziner, Steuerberater oder Banker berichten aus ihren Berufen, um den Besuchern des Zentrums einen Eindruck von unterschiedlichen Lebensperspektiven nach der Schule zu geben.
Auch im Alltag spielen Bildung und gemeinsame Aktivitäten eine große Rolle. Im Rahmen von Umweltprojekten werden beispielsweise Plastik und andere Wertstoffe gesammelt und wiederverwendet. In Zukunft können die gesammelten Materialien dann auch weiterverkauft werden um damit eine zusätzliche finanzielle Grundlage für ähnliche Bildungsprojekte zu schaffen.
Auch die Gesundheitserziehung ist dabei ein wichtiger Teil. Eine Reihe von Sexualkunde-Schulungen richtet sich besonders an die Mädchen aus dem Daycare-Center, während alle Kinder die Möglichkeit haben, in einer nahegelegenen Klinik eine kostenlose AIDS-Untersuchung zu bekommen. Die Betreuerinnen im Center achten zudem intensiv auf die Hygiene der Kinder, bestehen auf dem regelmäßigen Händewaschen nach jeder Mahlzeit und einer ordentlichen Zahnpflege bei den Mädchen und Jungen.
Seit einigen Monaten wird das einheimische Team des Relebohile Daycare-Centers nun von zwei freiwilligen Helferinnen aus Deutschland unterstützt. Die 18 und 19-jährigen jungen Frauen wohnen in einer gesicherten Unterkunft in der nahen Kleinstadt Parys, arbeiten aber nahezu täglich im Center mit. Sie haben viele der neuen Projekte angestoßen oder umgesetzt und sind für die Mitarbeiterinnen eine wichtige und gern gesehene Ergänzung. Vor allem beim Aufbau der Kindergartengruppe spielen die Gäste aus Deutschland eine große Rolle. Im Herbst werden dann zwei neue Freiwillige nach Tumahole kommen, die derzeit von den Organisationen SageNet und Weltwärts ausgewählt und intensiv auf ihr Jahr in Südafrika vorbereitet werden.
Mit weiteren Bemühungen stellt der ASB Regionalverband Herne-Gelsenkirchen e.V. die wirtschaftliche Zukunft des Daycare-Centers auf eine noch breitere Basis. Der Verband hat die vollständige Finanzierung des Betreuungsangebotes auch in den kommenden Jahren fest zugesagt, will der Einrichtung aber trotzdem auch Perspektiven für eine eigene Existenzgrundlage eröffnen. So bekommt das Zentrum schon jetzt Fördergelder aus der Finanzbranche und der Unternehmerschaft. Weitere Unterstützung soll bei unterschiedlichen Hilfsfonds eingeworben werden.
Die Arbeit des ASB in Südafrika beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf das Township Tumahole. Der Regionalverband unterstützt auch ein bereits etabliertes Betreuungsprojekt im wohl berüchtigtsten Township Südafrikas, der Armensiedlung Phillippi bei Kapstadt. Hier wird immer wieder die höchste Mord- und Verbrechensrate des Landes verzeichnet. Seit Jahrzehnten kümmern sich Pfarrer Otto Kohlstock und sein Team jedoch unermüdlich um Kinder und AIDSKranke, betreiben neben ihrer Kirche eine Vorschule, eine Pflege- und Hospizstation für Schwerstkranke sowie eine Tagesstätte. Im Zentrum werden Jugendliche betreut und Menschen aller Altersgruppen bekommen Beratung, Unterstützung und praktische Lebenshilfen.
Sie haben Interesse an unseren Projekten in Südafrika, wollen mehr erfahren oder unsere Arbeit unterstützen? Dann sprechen Sie uns an unter (0 23 23) 91 90 40 oder nehmen Sie per eMail unter info@asb-mail.de Kontakt zu uns auf.
Das ungemein heftige Erdbeben der Stärke 7,0 erschütterte am 12. Januar den von Armut geprägten Karibikstaat völlig überraschend. Experten vor Ort gehen derzeit von rund 50.000 Todesopfern aus.
Der ASB hat bereits finanzielle und logistische Unterstützungen bereitgestellt und bittet auch im Ihre Hilfe! Gemeinsam mit den übrigen deutschen Hilfsorganisationen ist der Arbeiter-Samariter-Bund in der "Aktion Deutschland hilft" zusammengeschlossen und hat ein bundesweites Spendenkonto für die Erdbebenopfer auf Haiti eingerichtet:
Mit rund 2.500 Besucherinnen und Besuchern allein in der zweiten Jahreshälfte 2009 hat sich das Kinocafé von Arbeiter-Samariter-Bund und Filmwelt Herne längst als eine feste Größe im Kulturkalender der Region etabliert. Die erfolgreiche Kooperation, an der sich auch die Zeitungsgruppe WAZ beteiligt, wird selbstverständlich auch im neuen Jahr fortgeführt.
Hier finden Sie das aktuelle Kinocafé-Programm für die ersten sechs Monate des Jahres 2010 zum Ansehen und Herunterladen: